398
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesarbeitsagentur wirbt für Berufserfahrungen im benachbarten Ausland

Digitale Interregionale Jobmesse der Großregion

Im Vorfeld zur Interregionalen Jobmesse der Großregion, die am  25.11.2021 stattfand,  sprach Redakteur Thomas Sponticcia, Saarbrücker Zeitung, mit Heidrun Schulz von der Bundesagentur für Arbeit. Die Chefin der rheinlandpfälzisch-saarländischen Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, legte dar, warum es für Saarländerinnen und Saarländer lohnenswert ist, auch Berufserfahrungen jenseits der Grenze zu erwerben.

Die Interregionale Jobmesse bietet für Arbeits- und Ausbildungssuchende aus der Großregion die Möglichkeit Unternehmen aus unterschiedlichen Berufszweigen, aus dem Saarland, Lothringen und Luxemburg, kennenzulernen. Da es sich um eine virtuelle Veranstaltung handelt und gerade junge Menschen mit digitalen Medien aufwachsen, gehören insbesondere sie zu der Zielgruppe. Heidrun Schulz betonte, dass eine Ausbildung oder Tätigkeit im Ausland sehr von Vorteil sei. Der Aufenthalt in einem anderen Land zeige neue Perspektiven auf und man lerne viel über die Sprache und die Kultur des Landes. Diese Erfahrungen seien eine Bereicherung der eigenen Kompetenz und bieten mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Sie hat jedoch den Eindruck, dass die Sprachbarriere in der Großregion eher zunehme, obwohl es gerade in unserer Region so wichtig sei, eine zweite Sprache sprechen zu können. Insbesondere für das Miteinander mit unseren Nachbarn und die Zukunft des Saarlandes wäre es positiv, wenn die französische Sprache hier noch stärker in den Fokus rückt. Aber auch in Lothringen sei leider zu beobachten, dass weniger junge Menschen die deutsche Sprache erlernen. Allerdings wies Heidrun Schulz im Interview darauf hin, dass in der Saar-Lor-Lux-Region zahlreiche Beschäftigte pendeln, hauptsächlich nach Luxemburg. Das zeige natürlich auch, dass ein attraktives Gehalt und das Sozialsystem von Bedeutung seien. Aber auch das Saarland benötige im Dienstleistungsbereich viele Beschäftigte. Gerade in unserer Grenzregion, vor allem im Handel, sei die Zweisprachigkeit vorteilhaft. „Das (die Zweisprachigkeit) wird an der Saar immer mehr zur Gewohnheit und stärkt zugleich die Attraktivität der Region, auch als Arbeitgeber“, so Heidrun Schulz. Überdies bieten sich im Bereich Industrie viele Möglichkeiten am grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt, denn dies- und jenseits der Grenze werden Fachkräfte gebraucht.

Mit anderen teilen

Auf dem Laufenden bleiben
Newsletter abonnieren